Kategorie: Unser Standpunkt Online (Seite 1 von 2)

Wohnen – gestern, heute und morgen…

Michael Kornhäusel arbeitet seit knapp 30 Jahren im Wohnhaus Casalgasse und ist seit über 25 Jahren Betriebsrat. Er wird im Herbst in das neue Wohnprojekt in Reininghaus wechseln und spricht über generationenübergreifendes Arbeiten, den familiären Charakter im Wohnbereich und Veränderungen als Motor.

 

Wann genau hast du angefangen, im Wohnhaus Casalgasse zu arbeiten?                                 

Das war im Juni 1991. Das Haus stand kurz vor der Eröffnung und wir haben davor im Rahmen eines Urlaubsturnus am Stubenbergsee eine Kennen lern-Zeit mit den zukünftigen Kundinnen verbracht.

Kannst du dich noch an eine besondere Situation in der Begleitungsarbeit mit Kundinnen erinnern?

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Small Talk – Kleine Gespräche mit großer Wirkung

Man trifft sich am Gang. Beim Kaffeeautomaten ist folgendes Gespräch zu hören: „Wie geht’s?“ „Danke, geht so.“ „Cooles T-Shirt.“ „Hab ich im Urlaub gekauft.“ „Wo warst du denn?“ „Eh nur daheim. Wollt mir den Reiseverkehr nicht antun.“ „Aha, verstehe.“ Schon sind wir mittendrin im Small Talk. Die Grundregel für diese kleine Kunstform besteht darin, sich seinem Gegenüber immer freundlich und aufmerksam zu präsentieren und nicht allzu verbindlich zu werden. Der Inhalt ist nebensächlich. Man möchte sich nur etwas näher kommen. Kurz: Small Talk ist das Schmiermittel des menschlichen Beisammenseins. Weiterlesen

Einmal gehts noch! Unser Standpunk Juni geht an alle!

Wir haben die DSGVO zum Anlass genommen, nicht nur auf die neue Regelungen im Datenschutz  einzugehen, sondern auch um eine ordentliche und auf die Wünsche der Kolleginnen und Kollegen eingehende Verwaltung unserer Wohlfahrtseinrichtungen und Informationsmedien – wie unser Standpunkt – zu errichten.

Mit der Einwilligungserklärung Datenschutz sind wir exakt auf die Umsetzung der Datenschutzrichtlinie eingegangen und haben alle KollegInnen informiert und befragt. Der Rücklauf war und ist enorm – im positiven Sinne.

Mehr als 500 Einwilligungserklärungen sind bereits im Betriebsratsbüro eingelangt (bei ca. 900 KollegInnen innerhalb dieser kurzen Zeit ein riesiger Erfolg DANKE). Mit überwältigender Mehrheit wünschen sich die KollegInnen weiterhin Informationen, Projekte und Ausflüge vom und mit dem Betriebsrat. Daraus kann man den Rückschluss ziehen, dass unsere Informationen in der Praxis auch ankommen. Das freut uns enorm.

Wir bitte alle um Verständnis!

In der Größenordnung, wie wir es sind, ist es uns aus organisatorischen Gründen leider nicht gelungen/möglich, auf die spezifischen Antworten der bisher eingelangten Einwilligungserklärungen einzugehen.
Daher haben wir uns entschieden (damit auch wirklich niemand auf Informationen verzichten muss), dass wir im Juni noch einmal an alle unseren Standunkt zusenden! Wir bitten daher all jene, die privat keine Zusendungen mehr haben möchten, um Verständnis! Es ist uns leider aus organisatorischen Gründen nicht anders möglich.

Mit der September Ausgabe sollte unser neues, aufwändiges System bereits adaptiert und funktionsfähig sein. Ein Widerspruch der Einwilligungserklärungen ist von Gesetz her selbstverständlich möglich. Umgekehrt ist es aber auch möglich, die Einwilligungserklärung einfach noch einmal auszufüllen, falls mehr Informationen gewünscht werden.

Wir freuen uns auf weitere Rückmeldungen und sind bemüht, auch weiterhin transparent relevante Informationen rund um Arbeit, Recht und Beruf in der Lebenshilfe anzubieten!

Mit besten Grüßen
euer #BRTeam

Gut, dass wir darüber reden…

Die Juni Ausgabe „unser Standpunkt“ erzeugt rege Diskussionen. Daraus erschließt sich nicht nur die Brisanz der angesprochenen Themen, sondern auch die große Lesereichweite.

Neben sehr vielen positiven Rückmeldung, kamen logischerweise auch kritische Aussagen betreffend dieser Ausgabe zu uns.

Die positiven Rückmeldungen möchten wir an dieser Stelle unerwähnt lassen und uns direkt einigen Punkten zuwenden – die berechtigterweise – kritisch gesehen werden können.

In der Ausgabe kam nicht deutlich genug heraus, dass sich KoordinatorInnen und LeiterInnen sehr bemühen, um gute Rahmenbedingungen zu schaffen – das stimmt! In keinster Weise war die Kritik an diese Personengruppe gerichtet. Im Gegenteil – wir finden, dass die KoordinatorInnen und LeiterInnen ihr Best möglichstes geben, um gute Rahmenbedingungen im vorhandenen System zu schaffen.

Der springende Punkt ist jedoch das derzeitige System. Denn dieses System hat viele betroffene Menschen dazu gebracht, mit uns Kontakt auf zu nehmen und uns um Hilfe gebeten.

Unsere Aufgabe ist es, diese Menschen und ihre Interessen auch zu vertreten. Wenngleich man über gewisse Aussagen diskutieren kann, es sind und waren Aussagen von KollegInnen, die gehört werden möchten – und zwar unverfälscht. Manche Aussagen mögen hart klingen, doch die Belastungen der KollegInnen sind ebenso real und nicht minder hart.

Um eine gewisse Anonymität betroffener KollegInnen zu wahren, sind einige Aussagen pauschal an die Mobilen Dienste gerichtet. Nicht jeder Bereich der Mobilen Dienste, nicht jede Region oder Bezirk hat dieselben Probleme. Die Verallgemeinerung ist daher als Schutz zu betrachten.

Uns ist auch klar, dass das „Problem“ der Mobilen Dienste nicht ein Lebenshilfe Unikum ist und daher auf verschiedenen Ebenen bearbeitet werden muss.  Es gibt dazu kein perfektes Rezept – wir müssen alle daran arbeiten, ordentliche Arbeitsverhältnisse zu schaffen. Auch, oder vor allem die Politik ist auch gefordert, mit den Trägern ins Gespräch zu gehen. Ernsthafte Sozialpolitik muss anders aussehen!

Wir als Betriebsrat können im Unternehmen lediglich aufzeigen – das haben wir gemacht. Wir erwarten tragbare Lösungen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema, denn wir gehen ebenso selbstkritisch mit Rückmeldungen um.

Mit besten Grüßen, euer #BRTeam

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