Kategorie: Time Out – die Gesundheitskolumne (Seite 1 von 2)

Abgrenzung im Job

Wenn ein „NEIN“ zum „JA“ wird…

Viele Beschäftigte arbeiten auch ohne Anweisung bis spätabends und am Wochenende, gehen krank zur Arbeit, verzichten auf Pausen und sind ständig erreichbar. Für Erholung, Hobbys, Freunde und Familie bleibt ihnen dadurch wenig Zeit. Warum tun sie das? Sie benehmen sich wie selbständige Unternehmer, bei denen nur der Erfolg die berufliche Existenz sichert. Wer sich gedanklich nicht von seiner Arbeit lösen kann, der leidet eher an Schlafstörungen, Erschöpfung und anderen Belastungssymptomen. Doch stopp! Wem es gelingt, Gedanken an die Arbeit nach dem Feierabend aus dem Kopf zu verbannen und von seiner Rolle im Job Abstand zu nehmen, der leistet im Beruf mitunter mehr. Kurz, wer sich abgrenzen kann, der arbeitet anschließend besser.

Bei der Abgrenzung geht es darum, die eigenen Grenzen zu bestimmen und zu definieren, selbst zu entscheiden, wie weit man gehen möchte. Denn jeder Mensch hat solche Grenzen, allerdings sind diese nicht allgemein gültig, sondern individuell. Und es ist gar nicht so leicht standhaft zu bleiben, wenn andere Menschen sich über die eigenen Grenzen hinwegsetzen. Das kann dann passieren, wenn man die eigenen Grenzen nicht kennt, oder sie zwar kennt, aber nie klar artikuliert hat. Die eigenen Grenzen nicht zu kennen kann beispielsweise bedeuten, dass man die zigste Zusatzschicht in diesem Monat übernimmt, obwohl man eigentlich schon seit Wochen urlaubsreif ist. Das Gefühl der Müdigkeit wird einfach beiseite geschoben und man nimmt seine eigenen Bedürfnisse nicht ernst.

Doch warum fällt uns die Abgrenzung im Job häufig so schwer? Neben persönlichen Voraussetzungen wird vor allem die geschlechtsspezifische Erziehung dafür verantwortlich gemacht. Frauen haben gefälligst eine soziale Ader zu haben, das heißt, sie müssen sich kümmern, hilfsbereit, nett und freundlich sein. Demgegenüber wird allzu energisches Auftreten tendenziell als unweiblich betrachtet, Höflichkeit und Bescheidenheit hingegen gefördert. Bei Männern liegt es häufig daran, dass sie oftmals nicht fähig sind, sich ihre eigenen Grenzen zu stecken und ein schlechteres Gespür dafür haben, wann ein gewisses Limit erreicht ist. Das führt im Umkehrschluss zu Problemen, wenn sich diese Personen abgrenzen wollen. Hauptsache, die Aufgaben werden erledigt.

Mitarbeiter werden heutzutage in ihrer Arbeit weniger stark kontrolliert, sondern eher am Ergebnis gemessen, etwa an der Erreichung von Zielen. Sie müssen die fachliche Arbeit qualitativ hochwertig erledigen und gleichzeitig darauf achten, dass sich diese für den Betrieb rentiert. Es zählt nicht mehr der persönliche Einsatz der Beschäftigten, sondern nur noch das Ergebnis. Wie der Mitarbeiter die oft hohen Ziele erreichen sollen, bleibt meist unberücksichtigt. Diese Bedingungen fordern eine klare Haltung, nämlich zu sich selbst. Denn nur durch ein klares Nein stellt man sicher, dass dieses auch akzeptiert wird. Jedes Nein sollte immer auch ein bewusstes Ja beinhalten – und zwar zu den eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Wenn wir also unsere Bedürfnisse nicht ernst nehmen, wie und wieso sollte es dann unser Umfeld tun?

Viele definieren sich durch ihren Beruf und suchen die Bestätigung in ihrer Arbeit. Heutzutage ist man regelrecht dazu verpflichtet zu verkünden, dass einem der Beruf irrsinnig viel Spaß macht. Wir sollten den Ball etwas flacher halten und akzeptieren, dass der Beruf manchmal auch einfach nur ein Broterwerb ist. Selbst Menschen, für die Beruf und Berufung dasselbe ist, müssen lernen, auch mal Nein zum Chef zu sagen. Ein nüchterneres Verhältnis zur Arbeit würde uns gut tun. Also dann: Ab in den Feierabend!

Wir bleiben am Ball…

Liebe Grüße, Christoph & Michael

Besser braungebrannt als ausgebrannt

Na, schon Pläne für diesen Sommer? Egal was Sie vorhaben, im Urlaub gehören die Batterien wieder aufgeladen. Multitasking, ständige Erreichbarkeit und die erhöhte Geschwindigkeit unseres Arbeitstaktes haben Stress, Erschöpfung und Unkonzentriertheit zur Folge und verlangen nach konstruktiven Urlaubspausen mit Erholungswert. Leider haben wir es in unserer Informationsgesellschaft zunehmend verlernt, nicht erreichbar zu sein. Wir sind zeitweise schon so negativ konditioniert, dass wir ängstlich und panisch reagieren, wenn das Handy einmal eine Stunde nicht läutet. Die Folge davon ist, dass wir uns immer intensiver in eine gefährliche Hektik treiben lassen, die schließlich zu einem ungesunden Stress, bis hin zu ernsthaften Erkrankungen führen kann. Manchmal reagiert der Körper beim Umschalten von Turbohektik auf Urlaubnichts mit neuem Stress. Das plötzliche Nichtstun im Urlaub bringt nicht die gewünschte Erholung und schon werden aus den ersten Urlaubstagen Krankheitstage.

Das Urlaubsgefühl kommt meist verzögert. Oftmals erwartet man, am ersten Urlaubstag auf Knopfdruck entspannt zu sein. Das gelingt nur selten und so stressen sich viele mit dem Gedanken, nicht schnell genug abschalten zu können. Stress treibt zunächst mal an, setzt Energie frei. Belastend wird er erst im Dauerzustand, wenn er an unseren Nerven zehrt und die ständige Ausschüttung von Hormonen wie Cortisol oder Adrenalin unser Immunsystem schwächt. Mediziner raten ja, den Jahresurlaub nicht in kleineren Etappen zu konsumieren, sondern mindestens einmal im Jahr eine längere Auszeit vom Job zu nehmen.  Aber an einem Stück sollte man ihn auch nicht verbrauchen. Körper und Geist benötigen mehrmals im Jahr Gelegenheit zum Regenerieren. Langsam wirkende Hormone, wie Endorphine und Morphium arbeiten dann, wenn Bedürfnisse dauerhaft erfüllt werden und Zufriedenheit entsteht. Ein paar freie Tage können dabei durchaus hilfreich sein, denn gerade während weniger Tage fällt das Abschalten leichter.

Versuchen wir also, statt in irgend ein Display zu starren, wieder vermehrt den Blick aufs offene Meer zu richten oder die frische Bergluft zu genießen. Es tut gut, sich vom Leistungsgedanken und von übersteigerten Erwartungen an den Urlaub zu verabschieden. Nützen wir diese Zeit, um die Tage zu entschleunigen und produktiv unsere Akkus wieder aufzuladen. Ein Sonnenbad in vernünftigen Dosen hilft dabei und hebt die Stimmung. Wohlgemerkt, auch im Schatten wird Vitamin D produziert und man wird braun. Ein „sanfter“ Start nach dem Urlaub sollte man einplanen. Also lassen Sie sich nicht stressen, denn Stress ist ein Denkfehler!

Wir bleiben am Ball…

Liebe Grüße, Christoph & Michael

12 Stunden arbeiten? – Zwecklos!

Man erfindet immer mehr, um Arbeit einzusparen und trotzdem sollen alle mehr arbeiten. Das ist zum Einen paradox und zum Anderen nicht neu. Im Zeitalter des Kapitalismus gab und gibt es nie ein „Genug“. Nur, wann ist es eben genug? Die natürliche Grenze ist die Gesundheit des Menschen. Daher brauchen wir gewisse Begrenzungen um sicherzustellen, dass die Menschen keinen Schaden nehmen. Aber die Frage ist: Wie viel ist der Gesellschaft die Gesundheit der Menschen wert?

Unternehmen haben Interesse daran, ihre Mitarbeiter länger arbeiten zu lassen, bevor sie neue Mitarbeiter anstellen, denn die müssen ja erst eingeschult werden. Der dabei erhöhte Anstieg von Krankenständen fällt dabei in der Kostenrechnung weniger auf als die Einstellung eines neuen Mitarbeiters. Weniger Krankenstände, ausgeruhtes und motiviertes Personal rechnet sich nicht wirtschaftlich für Betriebe, da Arbeitszeit zu teuer ist. Umfragen in der arbeitenden Gesellschaft belegen, dass diejenigen, die lange arbeiten, eigentlich kürzer arbeiten wollen und jene, die kürzer arbeiten, gerne mehr arbeiten würden. Menschen werden ja bekanntlich krank, wenn sie zu viel arbeiten, aber auch, wenn sei keine Arbeit haben. Eine doch sehr ambivalente Tatsache, die sich nicht immer leicht erklären läßt. Hier sollte bei Betrieben die gesellschaftliche Verantwortungspflicht und die ökonomische Sinnfrage im Vordergrund stehen. Es kann nicht alles wirtschaftlich beantwortet werden.

Wenn man die Praktiken der Einhaltung von Arbeitszeiten in Betrieben mit den Einhaltungen von Geschwindigkeitsbegrenzungen im Straßenverkehr vergleichen, dann gibt es zwar Tempolimits von z.B. 50 km/H, in der Praxis werden jedoch 55-60 km/h gefahren. Selbst bei Radarmessungen spricht man von einer „Toleranzgrenze“. So in etwa wird in Unternehmen die Praxis der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen eingehalten. Bei Bedarf wird die Maximalarbeitszeit etwas überschritten, obwohl man damit eine durch das Arbeitsgesetz geregelte Strafe riskiert. Denn wo kein Kläger da kein, Richter. Eine Legalisierung dieser Übertretungen würde bedeuten, dass sich die Betriebe um Strafen keine Sorgen machen zu brauchen und es entsteht eine gewisse Willkür, was Überstunden einzelner Mitarbeiter angeht.

Firmen meinen ja, sie haben bessere Chancen, einen Auftrag zu bekommen, wenn sie kürzere Fertigstellungstermine versprechen. Dadurch müssen sie ihre Beschäftigten länger einsetzen können. Gilt allerdings ein generelles Gesetz zur Arbeitszeitverkürzung, besteht für einzelne Firmen dadurch keinen Vorteil mehr. Daher muss es Begrenzungen geben und diese werden heute als wirtschaftlich schädlich hingestellt. Das sind sie aber nicht, sondern sie sind auch für Unternehmen vorteilhaft, weil sie sich nicht ruinös konkurrieren müssen. Betriebe wären in erster Linie gefordert, innovativer zu werden, neue Produkte zu entwickeln und die Qualität zu steigern. Dabei steht die Qualitätskonkurrenz vor der Preiskonkurrenz, denn auch so kann man im Wettbewerb erfolgreich sein. Nicht nur die Zweck erfüllte Optimierung macht Unternehmen erfolgreich. Auch der Mensch ist Teil vom Erfolg und trägt seinen Zweck in sich und ist nicht bloß Mittel zum Zweck Anderer!

Wir bleiben am Ball…

liebe grüße, Christoph & Michael

Selbstreflexion

Selbstreflexion

Die Aufmerksamkeit nach innen

Von Christoph Karl

Eine der größten Fähigkeiten des Menschen ist jene zur Selbstreflexion. Soweit wir das heute wissen, ist der Mensch das einzige Lebewesen, das seine Aufmerksamkeit bewusst steuern kann und selbst entscheidet, wohin er seine Gedanken richtet. Er begreift, dass das, was man so sagt und tut, nicht unbedingt so sagen und tun muss. Er kann eingebrannte Gewohnheiten nicht nur ändern sondern sogar bleiben lassen. Und er kann zu der daraus resultierenden Erkenntnis kommen, dass das, was man eben sagt und tut, nicht unbedingt richtig ist, nur weil man selbst der Urheber davon ist. Allerdings machen wir heutzutage von dieser Fähigkeit immer seltener Gebrauch.

Alltägliche Gebrauchsgegenstände, wie Autos, Handys oder Computer sind so ausgerichtet, um uns das Denken so oft wie möglich zu erleichtern bzw. ganz abzunehmen. Selbst zu bestimmen, was ansteht und wo es langgeht, lernen wir schlichtweg nicht mehr. Doch ohne ein gewisses Maß an Selbstbestimmung gibt es keine Zufriedenheit. Oder bevorzugen Sie Dienst nach Vorschrift gegenüber der freien Entfaltung?

Warum ist Selbstreflexion in der heutigen Zeit so wichtig? Die Fülle an Möglichkeiten erfordern Entscheidungen. Früher gab es im Supermarkt 3 Sorten Joghurt: Erdbeere, Himbeere und Nuss. Heute gibt es zig Varianten: laktosefrei, mit probiotischen Ergänzungen und Vitaminen, kalorienarm, Stracciatella, Pfirsich-Maracuja, Mango, Mocca und weitere Sorten. Oder betrachten wir die Situation im Beruf: die meisten unserer Eltern haben nach ihrer Ausbildung einen Job angefangen und ihn bis zur Pension ausgeübt. Heute wechselt man diesen in der Regel alle 4 Jahre. Viele machen später eine zweite Ausbildung und starten in einem ganz neuen Beruf durch. Einerseits ist das schön, da wir unendlich viele Chancen haben, uns zu entfalten und unsere Bedürfnisse auf unterschiedlichste Art zu befriedigen. Doch andererseits bedeutet das auch, dass wir uns  ständig neu entscheiden müssen, sogar bei ganz alltäglichen Dingen.

Regelmäßige Selbstreflexion erleichtert es uns, Entscheidungen zu fällen. Wenn wir uns bewusst machen was uns wichtig ist und was uns glücklich macht, können wir aus der Fülle von Möglichkeiten genauer auswählen und besser erkennen, wenn sich unsere Vorstellungen und Bedürfnisse geändert haben. Durch systematisches Nachdenken entsteht ein Zwischenspiel aus positiven und negativen Gedanken. Schlechte Gedanken gehören zum Leben dazu und brauchen Platz. Doch wir sind heute von so viel Negativität umgeben, dass uns das Positive erst auffällt, wenn wir es uns bewusst machen. Selbstreflexion ermöglicht uns, den Fokus bewusst auf positive Dinge zu lenken.

Auch in zwischenmenschliche Konfliktsituationen führt eine kritische Selbstbetrachtung dazu, dass man sich mit dem Hineindenken und Hineinfühlen in andere auseinandersetzt. Das Ziel dabei ist nicht immer das Suchen nach Lösungen, sondern das Eingestehen von Fehlern. Sich dabei das eigene Verhalten und Handeln vor Augen zu halten und daraus vorgeprägte Muster zu erkennen. Oft erweist sich ein reflektierter Neustart als bessere Methode, Dinge zu entwirren, als ständig auf alte Sichtweisen zu bestehen. Je länger man darauf beharrt, die ursprüngliche Einstellung beizubehalten, umso schwieriger wird es sein, sich von festgefahrenen Gedankenmustern zu verabschieden.

Nutzen wir also diese außergewöhnliche Fähigkeit, die in jedem von uns steckt. In Zeiten, in der uns die moderne Technik immer mehr Entscheidungen abnimmt, ist es umso wichtiger selbstbestimmt zu bleiben. Computer können sich nicht selbst reflektieren. Wir aber schon!

 

Wir bleiben am Ball!

 

Liebe Grüße, Christoph, Michael und Christopher

2018

vom ICH zum WIR, vom WIR zum ICH……..

wir wünschen euch/uns ein spannendes Jahr 2018 mit interessanten Inhalten wie „Selbstreflexion“, „alternsgerechtes Arbeiten im Team“ und über Notwendigkeiten wie „Abgrenzungen im Rahmen unseres Arbeitsauftrages“ bis hin zu topaktuellen Themen wie „das Leben ist Veränderung“.

und eines wünschen wir euch/uns natürlich ganz besonders:

xund bleiben

wir bleiben am Ball

Christoph und Michael

Gesunde Teambesprechungen

Vier von fünf Kollegen ärgern sich durchschnittlich über Teambesprechungen, weil sie oftmals ineffektiv verlaufen und dabei Arbeitszeit in Anspruch nehmen. In manchen Fällen haben Teamsitzungen sogar die Tendenz aus dem Ruder zu laufen und geben den Teilnehmern das Gefühl von Langeweile und Frustration. Um hier zu vermeiden, dass daraus ein mühsamer Akt der Zeitverschwendung wird, ist es wichtig darüber nachzudenken, wie der grobe Ablauf eines Teammeetings eigentlich aussieht und ob sich dabei alle Teilnehmer gleichermaßen einbringen können.

Hier ein paar Klassiker von typischen Fehlern in einer Teamsitzung: Führungskräfte wie Mitarbeiter nutzen die Meetings als Bühne zur Selbstdarstellung und finden keinen Dialog auf Augenhöhe. Darüber hinaus werden Themen besprochen, die im Prinzip schon entschieden sind und nur scheinbar diskutiert werden. Oder noch schlimmer: Es wird nur viel diskutiert, aber keine Entscheidungen getroffen bzw. es werden Entscheidungen getroffen, aber nicht umgesetzt.

Das alles führt dazu, dass sich Mitarbeiter vor der nächsten Teambesprechung schon gedanklich damit auseinandersetzen, wie sie diese mühsamen Besprechungsstunden überstehen sollen. Teamsitzungen sind im Grunde ein wichtiges Steuerungselement in einem Unternehmen, da sie dafür sorgen, dass die Teams die Ziele nicht aus den Augen verlieren und Abstimmungsprozesse untereinander erfolgen können. Es werden Themen bearbeitet, die für das gesamte Team relevant sind. Das Ziel einer Teambesprechung ist es, dass die Maßnahmen, an denen die unterschiedlichsten Mitarbeiter arbeiten, sauber und konfliktfrei ineinander greifen. Es können Schnittstellen geklärt und Zeitpläne abgestimmt werden.

Doch nicht nur für direkte Abstimmungsprozesse sind Teammeetings sinnvoll, sie können zudem auch genutzt werden, um kontinuierliche Verbesserungsprozesse am Laufen zu halten oder um neue Ideen zu entwickeln. Zudem sind sie wichtig für die Teamkultur und das schnelle Ausräumen und Beseitigen von Missverständnissen, Konflikten und Gerüchten. Grundsätzlich kann man behaupten, dass die einzelnen Charaktere in einer Teambesprechung immer die Gleichen sind. Die Offensiven und Meinungsbildner, die Stillen und Selbstzweifler, die Skeptiker und Moralisten. Durch diesen Mix aus unterschiedlichen Typen können emotionale Spannungen entstehen. Es sollte darauf geachtet werden, dass sich bei Meetings jeder der Teilnehmer einbringen kann und nicht alles nur von den dominanten Sprechern beherrscht wird.

Ein vom Team gewählter Moderator kann darauf achten, allen Meinungen Platz zu geben und jedem das gleiche Maß an Redezeit zur Verfügung zu stellen. Auch der Protokollführer kann maßgeblich dazu beitragen, dass die Kernbotschaften von bearbeiteten Themen übersichtlich und nachvollziehbar verschriftlicht werden. Für alle Beteiligten besteht die Aufgabe darin, eine gute Balance zwischen Emotion und Sachlichkeit zu finden, denn beides ist für den kreativen Arbeitsprozess wichtig und notwendig. Sollten sich bei einem Meeting nicht alle Themen zeitlich ausgehen, na und? Lieber zwischen den Themen etwas mehr Zeit einplanen um emotional geladenen Stimmungen etwas abklingen zu lassen und dafür nicht so wichtige Themen aufs nächste Mal verschieben. Die kurzen Pausen wirklich nützen, um auch mal abzuschweifen und über Belangloses oder Lustiges zu sprechen. Humor ist für Meetings ein dankbarer Begleiter.

Geben wir also darauf Acht, wie wir in einer gemeinsamen Teamsitzung aus einer produktiven Zeit auch eine konstruktive machen können.

Das Internet ist voll von guten Tipps und Möglichkeiten, nützen wir sie!

Wir bleiben am Ball….

Liebe Grüße,

Christoph, Michael, Christopher

Präsentismus – krank am Arbeitsplatz

Arbeiten bis der Arzt kommt…

Das Verhalten von Arbeitnehmern, trotz Krankheit am Arbeitsplatz zu erscheinen, nennt die Arbeitsmedizin „Präsentismus“ und ist bereits seit Jahren Thema in der Wirtschaft. Die Mitarbeiter verordnen sich selbst Anwesenheitspflicht aus Angst um ihren Arbeitsplatz. Dies ist nicht wünschenswert, da die Mitarbeiter trotz körperlicher Anwesenheit nicht volle Leistung bringen können und damit die Produktivität sinkt sowie die Unfallgefahr ansteigt. Die durch körperliche und geistige Beeinträchtigungen negativ beeinflusste Konzentrationsfähigkeit führt zu mehr Fehlern. Viele Arbeitgeber, aber auch Arbeitnehmer sind sich der Tatsache nicht bewusst, dass die bloße Anwesenheit das Unternehmen viel teurer zu stehen kommt als das Auskurieren der Krankheit.

Verschiedene Studien zeigen, dass eine Tätigkeit im Bereich personenbezogener Dienstleistungen (Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Lehrer,…) mit einer hohen Neigung zum Präsentismus einhergeht. Während in anderen Berufsgruppen (Baugewerbe, Handel,…) der Durchschnitt bei etwa 52% liegt, gibt es beispielsweise in Spitälern einen besorgniserregenden Wert von über 80%. Die Ursachen dafür scheinen darin zu liegen, dass die Arbeit hier größtenteils aus der Arbeit mit anderen, abhängigen Menschen besteht und soziale Beziehungen einen besonderen Stellenwert einnehmen. Darüber hinaus war der soziale Sektor in den letzten Jahren Gegenstand starker Restrukturierungen und Kürzungen. In der Folge sind die Arbeitsbelastungen gestiegen und damit auch der arbeitsbezogene Stress. Dieser stellt wiederum eine Ursache für Präsentismus dar.

Der Umgang einer Organisation mit Krankenständen kann einen verstärkten Einfluss auf die Neigung, trotz Krankheit zur Arbeit zu erscheinen, haben. Führt eine gewisse Anzahl von kurzen Krankenständen zu einem Gespräch mit dem Vorgesetzten, melden sich die Mitarbeiter seltener, dafür aber länger krank. Damit verzichten sie bei kleineren Erkrankungen auf wichtige, kurze Phasen der Arbeitsunfähigkeit und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit einer Verschleppung und Chronifizierung. Gelten zudem strengere Regeln der Krankschreibung, erhöht dies ebenfalls die Neigung zum Präsentismus. Bei einer Vorlagepflicht eines Attestes bereits ab dem ersten Krankenstand ist der Präsentismus um 9% höher, als wenn dies erst ab dem dritten Tag der Fall wäre.

Abschließend sei noch erwähnt, dass auch bei einem positiven Betriebsklima die Wahrscheinlichkeit sinkt, trotz schwerer Erkrankung zur Arbeit zu gehen und die vorherrschende Kultur der Teamorganisation und der Führungsstil eine wesentliche Rolle spielen, wie stark die Mitarbeiter von Präsentismus betroffen sind. Fazit: Eine nachhaltig gesunde und eine nachhaltig produktive Organisation sind zwei Seiten derselben Medaille! Neben Bildung und Qualifizierung wird das psychische Befinden zur wichtigsten Voraussetzung hoher Leistungsbereitschaft und Leistungsqualität. Die Entwicklung einer Kultur der Achtsamkeit – anstelle der bisherigen Kultur der Sorglosigkeit bzw. Unachtsamkeit – für das psychische Befinden der Mitarbeiter wird deshalb unserer Auffassung nach zum zentralen Ziel betrieblicher Personal- und Gesundheitspolitik.

Wir bleiben am Ball….

Liebe Grüße
Christoph und Michael

Timeout Gesundheitskolumne 2017

Gutes neues Jahr und viel Gesundheit!

Hallo, Kollegin und Kollege…

Hast du auch den Eindruck, dass dieses Jahr mal wieder ziemlich schnell vergangen ist? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das letzte Weihnachten noch gar nicht so lange her ist. Naja, das liegt wahrscheinlich daran, dass sich die Weihnachtszeit nicht nur auf die Adventzeit beschränkt, sondern eigentlich schon früher beginnt. Der Handel beansprucht unseren Postkasten ja schon seit Oktober maßlos mit Flugblättern und Sonderangeboten, damit wir ja rechtzeitig unsere Weihnachtseinkäufe erledigen. Auch im Arbeitsalltag werden wir in dieser Zeit oftmals mit weihnachtlichem Organisationsaufwand überladen, sodass uns die „Besinnlichkeit“ des Festes zu den Feiertagen schon zum Hals raushängt.

Jetzt mal ehrlich, muss das denn sein? Allen voraus sollte diese Zeit doch dazu da sein, um sich rauszunehmen und sich der Winterzeit anzupassen. Die Natur legt im Winter eine Pause ein, also sollten wir das auch tun. So verlockend das Treiben an den Weihnachtsmärkten und Glühweinstandeln auch ist, so wichtig ist es auch in dieser Zeit Körper und Geist zu schonen.

Wie du vielleicht schon bemerkt hast, sehen wir es vom Team „Time out“ als unseren Auftrag, das Thema Entschleunigung in den Mittelpunkt zu rücken und ein Bewusstsein für einen gesunden (Arbeits-)Alltag zu schaffen. Wir begleiten dich auch in diesem Jahr mit wertvollen Informationen zur Saison. Somit  wünschen wir dir einen guten Start ins neue Jahr. Bleib gesund!

 

Wir bleiben am Ball….

Liebe Grüße,

Christoph & Michael

Herbstblues

Hallo Kollegin und Kollege,

Kennst du das auch, wenn so ein verregneter Tag ganz schön aufs Gemüt schlägt? Laut Kalender hat der Hebst begonnen und die Tage werden kürzer. Liegen im Juni zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang über 17 Stunden, erleben wir im Dezember nur noch 8 Stunden Helligkeit. Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit und Müdigkeit machen unseren Alltag schwer verdaulich. Die Ursache ist Lichtmangel.

In der Herbst- und Winterzeit muss unser Körper mit anderen Lichtverhältnissen klarkommen und deshalb entsteht, meist im November/Dezember dieser „Herbstblues“. Mediziner nennen das auch eine saisonal anhaltende Depression (kurz SAD), weil die Krankheit im Herbst/Winter auftritt und im nächsten Frühjahr wieder verschwindet. SAD ist aber nicht zu verwechseln mit einer „normalen“ Depression. Weniger Tageslicht führt im Gehirn zu einer verstärkten Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Das macht uns schlapp und müde. Darüber hinaus ist durch Lichtmangel die Serotoninproduktion gedämpft, welches unsere Stimmung beeinflusst.

Dem Herbstblues kann man aber schon mit einfachen Mitteln entgegenwirken. Meist genügt ein täglicher Spaziergang von einer halben Stunde, und das bei jedem Wetter. Selbst das Licht eines Regentages ist dreimal so stark wie die Innenbeleuchtung. Es wird über das Auge aufgenommen, direkt ins Gehirn transportiert und dadurch die „Gute-Laune-Produktion“ angeregt. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Die richten Nahrungsmittel machen uns immun gegen SAD. Beispielsweise reichen kleine Mengen Zucker oder Kohlenhydrate aus, um den Serotoninspiegel zu erhöhen.

Also ruhig einen kleinen Bissen von der Zartbitterschokolade nehmen und hinaus an die frische Luft! Denn, so grau die Tage durchs Fenster aussehen können, so bunt sind die Herbstfarben draußen im Park!

Wir bleiben am Ball….

Liebe Grüße, Christoph & Michael

Nach dem Urlaub ist vor der Arbeit

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Hallo, Kollegin und Kollege…

Hast du deinen Urlaub gut verbracht? Oftmals spielt ja das Wetter nicht mit oder das plötzliche Nichtstun im Urlaub bringt nicht die gewünschte Erholung. „Der Urlaub war super, nur die Erholung war nach den ersten drei Stunden am Arbeitsplatz wieder weg…“ ist auch so ein Klassiker, den man von KollegInnen immer wieder zu hören bekommt. Andere erwarten,  am ersten Urlaubstag auf Knopfdruck entspannt zu sein. Das gelingt selten und so stressen sich viele Menschen mit dem Gedanken, dass sie nicht schnell genug abschalten können. Manchmal reagiert der Körper beim Umschalten von Turbohektik auf Urlaubnichts mit neuem Stress und schon sind die ersten Urlaubstage auch Krankheitstage. Laut einer Umfrage sagten 73 % der Befragten, daß sie erst eine Woche nach Ferienbeginn Urlaubsgefühle bekämen. Das ist bedenklich.

Stress treibt zunächst mal an, setzt Energie frei. Belastend wird er erst im Dauerzustand, wenn er an unseren Nerven zehrt und die ständige Ausschüttung von Hormonen wie Kortisol oder Adrenalin unser Immunsystem schwächt. Zufriedenheit dagegen entsteht, wenn Bedürfnisse auf Dauer erfüllt werden. Dann arbeiten langsam wirkende Hormone, wie Morphium und Endorphine.

Erst ganz schnell und dann immer langsamer. Der Erholungseffekt im Urlaub entspricht einer logarithmischen Kurve. Zwar empfehlen Fachleute stets, den Jahresurlaub nicht in allzu kleinen Häppchen zu zerteilen. An einem Stück sollte man ihn aber auch nicht nehmen. Körper und Geist brauchen mehrmals im Jahr Gelegenheit zum Regenerieren. Ein paar freie Tage können dabei durchaus hilfreich sein, denn gerade während weniger Tage fällt das Abschalten leichter. Es tut gut, sich vom Leistungsgedanken und von übersteigerten Erwartungen an den Urlaub zu verabschieden. Ein „sanfter“ Start nach dem Urlaub sollte man einplanen, um sich einen Überblick verschaffen zu können.

Gehen wir die Sache also wieder ruhig an und versuchen nicht wieder sofort, alles aufzuholen. Denn….Stress ist ein Denkfehler!

Wir bleiben am Ball….

Liebe Grüße, Christoph und Michael

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