Autor: Christoph Karl (Seite 1 von 9)

Urlaub oder Zeitausgleich?

Für viele ArbeitnehmerInnen ist in diesem Jahr die Planung des Urlaubs und der Verbrauch von vorhandenem Zeitguthaben eine Sisyphusarbeit. Der eigentliche Zweck der Erholung ist durch Corona-Zeiten von Quarantäne, Pflegefreistellung oder Home Office überlagert und das kann schon mal dazu führen, dass man den Überblick verliert. Wie viel Urlaub habe ich noch? Wer bestimmt, wann ich Urlaub oder Zeitausgleich gehe? Wann verfällt mein Ansprüche? Hier ein kleiner Überblick:

Erschöpft? Warum?

Wie kommt es dazu? Arbeitsüberlastung, ständiger Zeitdruck, unklare Rollen und Aufgaben, Unfairness, mangelnde Wertschätzung, nicht beachtete Konflikte, Benachteiligung, schlechte Kommunikation und Konflikte zwischen den eigenen Werten und denen des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin.

Hinzu kommt erstens ständiges Multitasking mit schädlichen Auswirkungen auf geistige Leistungsfähigkeit und Stressverarbeitung und einer weiteren Folge: Man fängt vieles an und macht nur wenig fertig – am Abend mit dem Gefühl: „Wofür habe ich heute meine Energie verwendet?“ Und zweitens eine Hyperkommunikation in Betrieben, die sich verselbstständigt hat und durch die Beschäftigte vor lauter E-Mails, Störungen und Meetings nicht zu ihrer Arbeit kommen. Gleichzeitig das Gefühl, an all dem nichts ändern zu können – MitarbeiterInnenbefragungen und Projekte zur Evaluierung psychischer Belastungen haben oft keine für den/die ArbeitnehmerIn sichtbaren Effekte. Dort, wo es anders läuft, wird man kein Problem mit Burn-out haben. Der gesunde Mensch möchte in seiner Arbeit eigentlich nur eines: sinnvoll und effizient unter menschlichen Bedingungen arbeiten. Wenn ein/eine ArbeitgeberIn dies ermöglicht, braucht es keine Burn-out-Seminare. Weiterlesen

Krank zur Arbeit?

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie steigt das Bewusstsein vieler Beschäftigter, dass man mit Krankheitssymptomen nicht in die Arbeit gehen soll. Während in der heißen Phase des Shutdown noch bis zu zwei Drittel der Beschäftigten trotz gesundheitlicher Beschwerden gearbeitet haben, ist dieser Wert über den Sommer auf ein knappes Drittel gesunken. Der Österreichische Arbeitsklima Index belegt, dass die Beschäftigten in Krisenzeiten eher dazu neigen, krank zur Arbeit zu gehen. kann das nicht gut gehen, zumal uns die Corona-Krise lehrt, dass ein neues Bewusstsein nötig ist: Wer krank ist oder Krankheitssymptome aufweist, soll daheimbleiben – zum eigenen Schutz und zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen. Weiterlesen

Herbstblues

Hallo Kollegin und Kollege,

Kennst du das auch, wenn so ein verregneter Tag ganz schön aufs Gemüt schlägt? Laut Kalender hat der Hebst begonnen und die Tage werden kürzer. Liegen im Juni zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang über 17 Stunden, erleben wir im Dezember nur noch 8 Stunden Helligkeit. Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit und Müdigkeit machen unseren Alltag schwer verdaulich. Die Ursache ist Lichtmangel. Weiterlesen

Geregelt….!

 

Die neue Pausenregelung für den Wohnbereich wurde zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat vereinbart und ist nun in einer neuen Betriebsvereinbarung verankert. Hierbei handelt es sich um eine bezahlte Pause, die vom Nachmittagsdienst (im Zusammenhang mit einer Nachtbereitschaft) konsumiert wird und nicht aufgezeichnet werden muss. Gültig mit Juli 2020. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich einfach bei uns.

Alle BV´s im Überblick

Abgrenzung im Job

Wenn ein „NEIN“ zum „JA“ wird…

Viele Beschäftigte arbeiten auch ohne Anweisung bis spätabends und am Wochenende, gehen krank zur Arbeit, verzichten auf Pausen und sind ständig erreichbar. Für Erholung, Hobbys, Freunde und Familie bleibt ihnen dadurch wenig Zeit. Warum tun sie das? Sie benehmen sich wie selbständige Unternehmer, bei denen nur der Erfolg die berufliche Existenz sichert. Wer sich gedanklich nicht von seiner Arbeit lösen kann, der leidet eher an Schlafstörungen, Erschöpfung und anderen Belastungssymptomen. Doch stopp! Wem es gelingt, Gedanken an die Arbeit nach dem Feierabend aus dem Kopf zu verbannen und von seiner Rolle im Job Abstand zu nehmen, der leistet im Beruf mitunter mehr. Kurz, wer sich abgrenzen kann, der arbeitet anschließend besser.

Bei der Abgrenzung geht es darum, die eigenen Grenzen zu bestimmen und zu definieren, selbst zu entscheiden, wie weit man gehen möchte. Denn jeder Mensch hat solche Grenzen, allerdings sind diese nicht allgemein gültig, sondern individuell. Und es ist gar nicht so leicht standhaft zu bleiben, wenn andere Menschen sich über die eigenen Grenzen hinwegsetzen. Das kann dann passieren, wenn man die eigenen Grenzen nicht kennt, oder sie zwar kennt, aber nie klar artikuliert hat. Die eigenen Grenzen nicht zu kennen kann beispielsweise bedeuten, dass man die zigste Zusatzschicht in diesem Monat übernimmt, obwohl man eigentlich schon seit Wochen urlaubsreif ist. Das Gefühl der Müdigkeit wird einfach beiseite geschoben und man nimmt seine eigenen Bedürfnisse nicht ernst. Weiterlesen

Besser braungebrannt als ausgebrannt

Na, schon Pläne für diesen Sommer? Egal, was du in Zeiten von Corona vorhast, im Urlaub gehören die Batterien wieder aufgeladen. Multitasking, ständige Erreichbarkeit und die erhöhte Geschwindigkeit unseres Arbeitstaktes haben Stress, Erschöpfung und Unkonzentriertheit zur Folge und verlangen nach konstruktiven Urlaubspausen mit Erholungswert. Leider haben wir es in unserer Informationsgesellschaft zunehmend verlernt, nicht erreichbar zu sein. Wir sind zeitweise schon so negativ konditioniert, dass wir ängstlich und panisch reagieren, wenn das Handy einmal eine Stunde nicht läutet. Die Folge davon ist, dass wir uns immer intensiver in eine gefährliche Hektik treiben lassen, die schließlich zu einem ungesunden Stress, bis hin zu ernsthaften Erkrankungen führen kann. Manchmal reagiert der Körper beim Umschalten von Turbohektik auf ein Urlaubs-Nichts mit neuem Stress. Das plötzliche Nichtstun bringt nicht die gewünschte Erholung und schon werden aus den ersten Urlaubstagen Krankheitstage. Weiterlesen

Zur Info für euren Urlaub…

Einreisebestimmungen

Mit 27.7.2020 sind – wie angekündigt – Verschärfungen für die Einreise nach Österreich in Kraft getreten.Arbeitnehmer/innen, die von einem Auslandsurlaub in einem Risikogebiet heimkehren, müssen mit Folgendem rechnen:

a)    Dass sie ein ärztliches Zeugnis vorzuweisen haben (der darin bestätigte durchgeführte molekularbiologische Test darf zum Zeitpunkt der Einreise nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen).
b)    Dass sie, wenn ein solches Zeugnis nicht vorliegt, eine 10-tägige selbstüberwachte Quarantäne antreten müssen.
c)    Dass sie, sofern eine Testung im Ausland nicht möglich ist, binnen 48 Stunden einen molekularbiologischen Test auf SARS-CoV-2 zu veranlassen und bis zum Vorliegen des negativen Testergebnisses eine selbstüberwachte Quarantäne anzutreten haben.

Für welche Urlaubsländer das gilt, ist durch Verordnung BGBl II 336/2020 samt Anhängen geregelt. Auf der Homepage des Außenministeriums findet sich eine aktualisierte Liste der Gebiete mit Reisewarnung. 

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